Egidio
Dossier · 2026

Betrug bei Stellenangeboten

Jobsuche, insbesondere für Remote-Stellen, ist zu einem Moment der Verwundbarkeit geworden, den Betrüger gezielt ausnutzen — mit Verlusten, die jedes Jahr steigen.

Eine über fünf Jahre dokumentierte Entwicklung

Die Federal Trade Commission (FTC), die US-Verbraucherschutzbehörde, verfolgt diese Betrugsform Jahr für Jahr. Der Trend ist eindeutig: Die gemeldeten Gesamtverluste stiegen von 90 Millionen Dollar im Jahr 2020 auf 501 Millionen Dollar im Jahr 2024 — mehr als verfünffacht. Allein im vierten Quartal 2025 zählte die FTC 150,4 Millionen Dollar Verlust bei 25.002 Meldungen.

2.000 $
Medianer Verlust pro Opfer eines Betrugs mit Stellenangeboten.
FTC (Federal Trade Commission). Abgerufen am 14.07.2026.
×5,5
Vervielfachung der gemeldeten Jahresverluste zwischen 2020 (90 Mio. $) und 2024 (501 Mio. $).
FTC (Federal Trade Commission). Abgerufen am 14.07.2026.

Das Signal, bestätigt von einer zweiten Institution

Das Better Business Bureau (BBB), eine US-amerikanische Verbraucherschlichtungsstelle, veröffentlichte im Mai 2026 eine Studie, die denselben Trend aus eigener Sicht bestätigt: Die Meldungen von Beschäftigungsbetrug haben sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, mit 23.234 über das eigene Meldetool (BBB Scam Tracker) erfassten Meldungen.

Warum sich dieser Kanal verändert hat

Ein falsches Jobangebot kam historisch per E-Mail — ein falscher Recruiter, ein falsches Unternehmen, eine Adresse, die nicht zur offiziellen Domain passte. Der Prüfreflex hat sich rund um diese E-Mail entwickelt. Die Verlagerung zu SMS und Messengern verändert die Lage: weniger visuelle Anhaltspunkte, um eine Domain zu prüfen, mehr wahrgenommene Dringlichkeit („antworten Sie schnell, die Stelle wird bald besetzt"), und ein Kanal, auf dem das Opfer daran gewöhnt ist, informelle Nachrichten von echten beruflichen Kontakten zu erhalten.

🔒 Ein falsches Jobangebot folgt selten nur einem einzigen Kanal — erster Kontakt per SMS, dann ein Videointerview, dann eine Zahlungsaufforderung über einen anderen Weg. Genau diese Art von Multi-Kanal-Szenario ist Egidio darauf ausgelegt zu verknüpfen. Siehe die Demonstration.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der durchschnittliche Schaden bei Betrug mit Stellenangeboten?

Laut FTC liegt der mediane Verlust pro Opfer bei 2.000 Dollar. Die gemeldeten Gesamtverluste stiegen von 90 Millionen Dollar im Jahr 2020 auf 501 Millionen im Jahr 2024.

Über welchen Kanal kommt ein falsches Jobangebot an?

Zunehmend per SMS oder Messenger statt per E-Mail — ein Kanal, auf dem die klassische Überprüfung (Unternehmen recherchieren, E-Mail-Domain prüfen) schwieriger ist.

Wie erkennt man ein falsches Jobangebot?

Warnsignale: unaufgeforderte Kontaktaufnahme, Einstellung ohne echtes Vorstellungsgespräch, Aufforderung, für Material oder eine Schulung zu bezahlen, oder die Bitte, einen Scheck einzulösen und einen Teil des Betrags weiterzuleiten.

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