Egidio
Dossier · 2026

Weltweiter Betrugsreport

Jedes Jahr veröffentlichen mehrere öffentliche Institutionen eine Bestandsaufnahme der Online-Kriminalität. Hier ist, was sie sagen — ohne Übertreibung oder Dramatisierung, ausschließlich das, was dokumentiert ist.

Drei Referenzberichte

Europol — IOCTA 2026

Die Internet Organised Crime Threat Assessment, veröffentlicht am 28. April 2026, trägt den Titel „wie Verschlüsselung, Proxys und KI die Cyberkriminalität wachsen lassen". Sie weist auf die anhaltende Ransomware-Bedrohung hin (mehrere aktive Gruppen über das gesamte Jahr 2025 hinweg) sowie auf eine zunehmende Verflechtung zwischen hybriden staatlichen Bedrohungen und kriminellen Akteuren, die teils als Vermittler für Destabilisierungsoperationen dienen.

ENISA — Threat Landscape 2025

Die europäische Cybersicherheitsagentur beobachtet ein zunehmend diversifiziertes Vorgehen strukturierter Gruppen gegen öffentliche Verwaltungen — nicht mehr nur zentrale Regierungsinstitutionen, sondern inzwischen auch diplomatische Einrichtungen, Ministerien, Strafverfolgungsbehörden und politische Parteien.

FBI — Internet Crime Complaint Center (IC3), Jahresbericht 2024

Das Beschwerdezentrum des FBI verzeichnete 2024 insgesamt 859.532 Meldungen, mit gemeldeten Gesamtverlusten von 16,6 Milliarden Dollar — ein Anstieg von 33 % innerhalb eines Jahres. Neu seit 2026: Das FBI hat einen eigenen Deskriptor „KI-bezogen" in seine Beschwerde-Klassifizierung aufgenommen — mehr als 22.000 Meldungen und knapp 900 Millionen Dollar Verlust bereits im ersten Erhebungsjahr dieser Kategorie.

16,6 Mrd. $
Gesamte gemeldete Verluste beim FBI 2024, bei 859.532 Beschwerden (+33 % im Jahresvergleich).
FBI, Internet Crime Complaint Center (IC3), Jahresbericht 2024. Abgerufen am 14.07.2026.
22.000+
Als „KI-bezogen" eingestufte Beschwerden beim FBI bereits im ersten Erhebungsjahr dieses neuen Deskriptors (2026), mit knapp 900 Millionen Dollar Verlust.
FBI, Mitteilung 2026 zur Klassifizierung der IC3-Beschwerden. Abgerufen am 14.07.2026.

Was diese Berichte gemeinsam haben

Drei unterschiedliche Institutionen, drei unterschiedliche geografische Räume — aber ein und dieselbe Feststellung: Online-Betrug geht nicht zurück, er verändert nur seine Form. Die Techniken werden ausgefeilter (Verschlüsselung, Proxys, KI laut Europol), die Ziele werden vielfältiger (öffentliche Verwaltungen laut ENISA), und das Volumen steigt weiter (+33 % gemeldete Verluste beim FBI in einem Jahr). Genau das ist der rote Faden des Bedrohungslabors: Jedes folgende Dossier vertieft eine dieser Entwicklungen im Detail.

🔒 Was diese Berichte offenbaren, deckt sich direkt mit dem, wofür Egidio entwickelt wurde: Signale zu verbinden, die für sich genommen harmlos wirken. Siehe wie Medusa funktioniert, die Engine von Egidio.

Häufige Fragen

Wer veröffentlicht verlässliche Berichte zum weltweiten Stand des Betrugs?

Öffentliche Institutionen: Europol (IOCTA, Jahresbericht zur organisierten Online-Kriminalität), die ENISA (europäische Cybersicherheitsagentur, Threat Landscape) und das FBI über sein Zentrum IC3 (Internet Crime Complaint Center) für die USA.

Wie viel kostet Online-Betrug jedes Jahr?

Allein in den USA registrierte das FBI 2024 gemeldete Verluste von 16,6 Milliarden Dollar bei 859.532 Beschwerden. Siehe auch die detaillierte Rechnung zum durchschnittlichen Schaden eines Betrugs.

Hat künstliche Intelligenz das Ausmaß von Betrug wirklich verändert?

Ja, laut Europol: Der IOCTA-2026-Bericht nennt KI, Verschlüsselung und Proxys ausdrücklich als Wachstumsfaktoren der Cyberkriminalität. Das FBI hat 2026 sogar einen eigenen Deskriptor für KI-bezogene Beschwerden eingeführt. Siehe auch das Dossier zu generativer KI & Stimm-Deepfakes.

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