Die genutzte Verzerrung
Die Optimismus-Verzerrung bezeichnet unsere Tendenz — auch in der Neurobildgebung nachgewiesen —, die Wahrscheinlichkeit günstiger Ereignisse, die uns persönlich betreffen, zu überschätzen. Ein Szenario, das uns gelegen kommt — gewinnen, eine Rückerstattung erhalten, eine außergewöhnliche Rendite erzielen — wird spontan als plausibler eingestuft, als es tatsächlich ist, was die kritische Wachsamkeit gegenüber einem allzu guten Angebot senkt.
Quelle: Sharot, T. (2011), „The Optimism Bias", Current Biology, 21(23). Abgerufen am 17.07.2026.Drei echte Fälle
🪙Die gefälschte Plattform mit garantierter Rendite
Eine manipulierte Krypto-Investmentplattform zeigt in Echtzeit fiktive Gewinne an und erlaubt sogar eine erste kleine Auszahlung — um die Glaubwürdigkeit des versprochenen Gewinns zu stärken, bevor jede weitere Auszahlung blockiert wird.
Siehe Krypto-Anlagebetrug🌍Die weltweiten Berichte bestätigen es
Organisationen, die Online-Betrug international verfolgen, ordnen falsche Gewinnversprechen systematisch unter jene Kategorien ein, die den größten dokumentierten finanziellen Schaden verursachen.
Siehe Weltweiter Betrugsreport💼Das zu großzügige Jobangebot
Ein gefälschtes Stellenangebot verspricht eine deutlich über dem Marktniveau liegende Vergütung für eine geringfügige Tätigkeit — der unerwartete Gewinn macht das Angebot attraktiv, bevor sich der Betrugsmechanismus (Finanzagent, Vorabgebühr) offenbart.
Siehe Betrug bei StellenangebotenWoran man es erkennt
Ein Angebot, dessen Verhältnis von Aufwand zu Nutzen ungewöhnlich vorteilhaft erscheint — eine nicht beantragte Rückerstattung, eine garantierte Rendite, ein Gewinn ohne Teilnahme an einer Verlosung. Der Zweifel sollte proportional zur Großzügigkeit des Angebots wachsen.
Diese Definition darf frei mit Quellenangabe weiterverwendet werden („Egidio — Das Bedrohungslabor") und Link auf diese Seite. Siehe die vollständige Grammatik der Manipulation.